Wie Tim Bengel mit Sand und Gold Portraits erstellt

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Vor gut einem Jahr stellte Tim Bengel im Stuttgarter ARCOTEL Camino Portraits aus Sand und Gold aus. Bengel gestaltet die Bilder aus schwarzem und weißem Sand und rundet sie teilweise mit Blattgold ab. Wir waren von seiner Ausstellung schon absolut beeindruckt! Aber noch mehr, wie seine Bilder entstehen:

https://youtu.be/9WdQU9HW9dE

Bengel portraitierte u.a. Sänger Max Heere, was dem damals 23-Jährigen eine große Reichweite und zahlreiche neue Fans brachte. Der Nachwuchskünstler ist Träger des Publikumspreises vom Kunstwettbewerb Artward. Er setzte sich gegen 300 junge Künstler aus der ganzen Welt durch. Auch bei der Münchener Artmuc im Mai 2015 war er mit seinen Kunstwerken vertreten. Wir sprachen mit dem gebürtigen Stuttgarter über Pläne, Ideen und Manuel Neuer.

 

Wie bist du auf die Technik gekommen?

Probieren geht über studieren. Es war echt Zufall, hat sich aber nun zu einer einzigartigen Technik entwickelt Menschen und Objekte ausdrucksstark darzustellen.

 

Warum ausgerechnet Gold?

Meistens arbeite ich nur mit schwarzem und weißem Sand, da ich die starken Kontraste liebe und Farben meist zu kitschig finde. Das Gold in meinen Bildern sorgt dann noch für das Gewisse etwas und für einen glänzenden Blickfang.

Walter im Portrait von Tim Bengel
Walter im Portrait von Tim Bengel

Wie lange brauchst du für ein Bild?

An meinem aktuellen Portrait vom Stuttgarter Schlossplatz sitze ich schon ca. 200 Stunden dran, wenn man die Skizzen und die Vorarbeit dazurechnet. Jedes Sandkorn muss eben sitzen. Ein Portrait von einem Menschen braucht im Schnitt 50 Stunden.

 

Wen würdest du gerne portraitieren?

Da gibt es noch eine ganze Reihe an Menschen und Orten die ich gerne verewigen möchte. Aber wenn ich mir heute einen aussuchen müsste, dann würde ich ein Portrait von unserem schreienden Welttorhüter Manuel Neuer zeichnen. Das würde ein sehr ausdrucksstarkes Bild werden.

 

Hast du schon Ideen für andere Materialien, Techniken, Motive, die du gerne umsetzen möchtest?

Ich bleibe offen für alles und bin nebenher immer am Experimentieren mit außergewöhnlichen Materialien. Einen „langweiligen“ Pinsel werde ich aber so schnell nicht in die Hand nehmen.

 

Wie sehen deine Zukunftspläne aus?

Seit ich vor neun Monaten mein erstes Bild aus Sand fertig gestellt habe, ging alles rasend schnell: Der erste Kunstpreis, der erste Messeauftritt, die erste Vernissage. Mit dem gleichen Mut und Optimismus wie in den ersten Monaten blicke ich auch in die Zukunft und freue mich schon auf meine nächsten Projekte und Herausforderungen. Lasst euch überraschen.

 

Wer sind deine künstlerischen Vorbilder? Wer beeindruckt dich?

Ich orientiere mich nach meinem Motto „dream big“ an den Großen der Kunstszene. Damian Hirst, Jeff Koons, Shepard Fairey, Gerhard Richter sind da ein paar Künstler die mich auf die ein oder andere Weiße beeindrucken und in dieser Reihe ich natürlich auch einmal genannt werden möchte.

 

Was kostet ein Bild von dir?

Je nach Größe und Detailreichtum liegen die Preise im unteren bis oberen vierstelligen Bereich. Perfekt um jetzt noch zu investieren 😉

 

Wer kann sich von dir portraitieren lassen?

Ich glaube daran dass in jeden Menschen ein Kunstwerk steckt und habe das auch schon bei verschiedensten Typen von Menschen bewiesen. Deshalb ist jeder willkommen.

 

Machst du auch Auftragsarbeiten?

Wenn ich weiß dass meine Kunst in guten Händen ist und mir keiner in meinen Stil reinreden möchte, dann sind Auftragsarbeiten möglich.

 

Wo kann man deine Bilder  kaufen?

Online sind meine Bilder über meine Homepage www.tim-bengel.com abrufbar und dort kann man sich auch bei Interesse an meinen Arbeiten bei mir melden.

 

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