Linz – City of Media Arts

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 Das ist VOEST, Donau und Pöstlingberg. Aber hier gibt es so viel mehr! Denn seit 2015 ist die oberösterreichische Landeshauptstadt UNESCO City of Media Arts – mit einem vielfältigen und beachtlichem Kulturprogramm ist sie auf jeden Fall eine Reise wert.

Die ehemalige „Stahlstadt“ ist heute eine Symbiose aus Industrie-, Kultur-, Natur- und internationaler Creative-City. Im Juni 2015 wurde ihr eine besondere Ehre zu Teil: Mit der Ernennung zur „UNESCO City of Media Arts“ zählt Linz nun mit Lyon (Frankreich), Sapporo (Japan), Tel Aviv (Israel) und Dakar (Senegal) zu den weltweit besonders zukunftsorientierten Städten. Was heißt das aber genau?

Die beliebten Hafenrundfahrten am Linz AG Schiff MS Eduard gibt es regelmŠssig ab FrŸhjahr 2016. Die Tourguides erzŠhlen von den Bildern, den KŸnstlern, den Techniken und Produktionsweisen - und zum Abschluss gibt«s fŸr alle GŠste einen Graffiti Crash-Kurs an einer der HafenwŠnde.
Die beliebten Hafenrundfahrten am Linz AG Schiff MS Eduard gibt es regelmŠssig ab FrŸhjahr 2016. Die Tourguides erzŠhlen von den Bildern, den KŸnstlern, den Techniken und Produktionsweisen – und zum Abschluss gibt«s fŸr alle GŠste einen Graffiti Crash-Kurs an einer der HafenwŠnde.

Kunstvoll in die Zukunft

Linz hat schon seit 1979, mit der Veranstaltung des ersten Ars Electronica Festvials, eine außergewöhnliche Beziehung zu technischen und digitalen Kunstformen. Christoph Lindinger, Co-Direktor des Ars Electronica Futurelab, einer der „Architekten“ hinter der „City of Media Arts“: „Linz hat so früh wie keine andere Stadt auf die Verbindung von Technologie, Kunst und Partizipation durch die Bevölkerung gesetzt. Dabei waren die vielen Kreativen, Technologieforscher und Gäste hier in Linz nie nur Kommentatoren des Zeitgeschehens, sondern immer auch Vorreiter und relevante Mitgestalter einer technologischen Revolution. Diese ist heute mit dem Internet, Social Media und anderen digitalen Tools schon längst in unserem Alltag angekommen.“

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So wurde zum Beispiel der Erfinder des World Wide Web Tim Berners-Lee schon 1995 mit dem Linzer Medienkunstpreis Prix Ars Electronia für sein Hypertext-Konzept ausgezeichnet. Im selben Jahr wurde in Linz mit dem Ars Electronica Center ein einzigartiges Museum der Zukunft eröffnet.

Neu: Kunst am Hafen

Neben den bereits etablierten zahlreichen Kultur-Veranstaltungsstätten wie Ars Electronica Center, Lentos Museum und der Tabakfabrik gibt es nun auch einen wirklich einzigartigen Ort der Kunst in der Stadt an der Donau: Der Linzer Hafen. Mit dem „Mural Harbor“ wurde die weltweit größte, zusammenhängende Outdoor-Gallery geschaffen. „Die Einen sagen ‚Mit identitätsstiftenden Wandbildern Emotionen auslösen‘. Die Anderen einfach Graffiti!“ beschreibt Leonhard Gruber ganz einfach was einem erwartet. „Ich arbeitete im Boxxoffice und schaute von meinem Büro direkt auf die grauen Industriegebäude gegenüber. Das wurde mir mit der Zeit zu langweilig und ich beschloss etwas Farbe in den Linzer Hafen zu bringen,“ erzählt er weiter. Mittlerweile zählt die Galerie schon 50 Bilder von Künstlern aus 20 Nationen, darunter Stars wie ARYZ aus Spanien, LORDS aus den USA, ROA aus Belgien und SHED direkt aus Linz.

Der belgische KŸnstler Roa bringt 2013 den ersten echten "Gamechanger" fŸr die Hafengalerie. Plštzlich schreiben Blogger in Brooklyn und Paris Ÿber Mural Harbor. KŸnstler aus aller Welt fragen um WŠnde an und auch aus Linz kommt durchwegs positives Feedback zu dem blutigen Motiv.
Der belgische KŸnstler Roa bringt 2013 den ersten echten „Gamechanger“ fŸr die Hafengalerie. Plštzlich schreiben Blogger in Brooklyn und Paris Ÿber Mural Harbor. KŸnstler aus aller Welt fragen um WŠnde an und auch aus Linz kommt durchwegs positives Feedback zu dem blutigen Motiv.

Am besten sind die überdimensionalen Bilder (ab mehreren 100 m² spricht man von „Murals“) übrigens vom Schiff aus zu sehen. Denn für die Kunstwerke haben alte Fabrikhallen, Kräne, Mauern, Container und Brücken als Leinwand gedient.

linkes Bild: "Lords Of The Red Dragon" von der LORDS Crew (USA/…sterreich) mit Lord Nychos, Lord Quake, Lord Fader, Lord Shed, Lord Shue und Lord Phekt. Eine Reminiszenz an die Neunziger Jahre - siehe Zugmodel - und an Train-Writing ganz generell. Damals erschien kaum eine Ausgabe der deutschen Hip Hop Magazine (Juice, Backspin) ohne einen Linzer Zug. rechtes Bild: "Luz De Linz" - Das spezielle Licht im Linzer Hafen wollte der KŸnstler Flix aus Caracas, Venezuela mit seinem Bild einfangen.

Der Kunst ganz nah – Einfach per Boot!

Die Murals entdeckt man am besten auf einer Bootfahrt durch den Linzer Hafen. Ab Frühling 2016 starten täglich Boote zu einer Besichtigungstour der riesigen Outdoor-Galerie.

 

 

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