Über Eishockey-Chancen und Salzburgs Schönheiten: Nationalteam-Trainer Daniel Ratushny im Interview

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ARCOTEL Hotels sind Sponsor der österreichischen Nationalmannschaft

von Cornelia Pirka

Seit Februar 2015 sind ARCOTEL Hotels und der Österreichische Eishockeyverein starke Partner: am Eis und in den Hotels. Cheftrainer Daniel Ratushny trainiert nicht nur das Nationalteam, sondern auch den EC Red Bull Salzburg. Marketing-Mitarbeiterin Cornelia Pirka hat sich zum Interview mit ihm in Salzburg getroffen.

PRAGUE, CZECH REPUBLIC - APRIL 30: Austria head coach Dan Ratushny - 2015 IIHF Ice Hockey World Championship. (Photo by Andre Ringuette/HHOF-IIHF Images)
Austria head coach Dan Ratushny – 2015 IIHF Ice Hockey World Championship. (Photo by Andre Ringuette/HHOF-IIHF Images)

 

Salzburg ist ja deine neue Heimat, seit du im Mai 2014 die Trainerschaft von Eishockey-Meister Red Bull übernommen hast. Was magst du an der Mozartstadt besonders?

Ich mag viele Dinge an Salzburg. Es ist nicht zu groß und nicht zu klein und ich liebe es, die Möglichkeit zu haben, alles leicht mit meinem Rad zu erreichen. In der Nähe von Salzburg gibt es ja auch die schönsten Seen und Berge der Welt. In der Stadt gibt es einige sehr coole Cafés und Restaurants, in die ich nach einem Spiel gerne was trinken gehe.

Wenn du mal nicht mit deinen Mannschaften trainierst, wie verbringst du deine Freizeit?

Wenn du im Profi-Eishockey arbeitest, gibt es die meiste Freizeit in der Off-Season, das ist im Mai, Juni und Juli. Also eigentlich die beste Zeit! (schmunzelt) Da mag ich es, zu reisen, Zeit in der Natur zu verbringen und meine Freunde und Familie zu treffen.

Da du ja jetzt in Österreich bist, müssen wir dich das einfach fragen: Fährst du gerne Ski?

Ja, aber ich fahre sehr schlecht. Jemand hat mich mal als „schockierend schlechten Skifahrer“ bezeichnet. Aber in Salzburg habe ich ja jetzt die besten Voraussetzungen, mich zu verbessern!

Kommen wir zu deinem Spezialgebiet: dem Eishockey! Seit Juli 2014 bist du ja Nationaltrainer. Was war dein bester Moment in dieser Position bisher?

Wir hatten einige „beste Momente“. Bei der Weltmeisterschaft in Prag 2015 hat unser Team wirklich zusammengespielt, als sehr starke Einheit. Da haben wir gesehen, dass wir mit sehr starken Gegnern mithalten können. Auf diesen Momenten können wir aufbauen!

Team Austria 2

Du hast dich dazu entschieden, einen neuen und sehr jungen Weg mit der österreichischen Nationalmannschaft zu gehen. Bei der Euro Ice Hockey Challenge letzten November in Polen stand das jüngste Team aller Zeiten auf dem Eis und fuhr gute Resultate ein. Wo siehst du die Stärke dieses Teams?

Das Beste des Team Austria bei der EIHC in Polen war, dass wir mit jedem Spiel besser geworden sind. Im ersten Spiel gegen Südkorea (2:1, Anm. der Redaktion) haben wir gewonnen, haben aber nicht gut gespielt. Gegen Slowenien haben wir stärker gespielt und hätten uns ein besseres Ergebnis verdient (1:5, Anm.). Und im letzten Spiel gegen Polen haben sich unsere Spieler wirklich als Team gefunden und gewannen mit ihrer besten Vorstellung (4:2, Anm.).

Was sind die größten Herausforderungen mit so einem jungen Team?

Selbstvertrauen. Eishockey-Spieler brauchen Selbstvertrauen, um gut zu spielen. Aber Selbstvertrauen benötigt Jahre der harten Arbeit und wird durch Erfahrung gelernt. Und so ist es nur natürlich, dass es jungen Spielern manchmal etwas an Selbstvertrauen fehlt.

Team Austria 3

 Zur Freude der österreichischen Eishockey-Fans hast du dich dazu entschieden, deinen Vertrag beim Nationalteam bis 2017 zu verlängern, obwohl es einige Angebote gab. Was waren die Gründe für diese Entscheidung?

Wir haben großartige junge Spieler, die sich verbessern wollen und dem Nationalteam etwas Spezielles geben. Es ist ein Privileg, die Österreicher zu trainieren, und es macht Spaß, mit diesen Jungs zu arbeiten.

Was war dein bislang schönster Moment als Trainer in Österreich?

Mit Salzburg die Meisterschaft 2015 zu gewinnen war eine sehr schöne Erfahrung. Es war mein erster Meisterschaftsgewinn als Head Coach und ich bin meinen Spielern sehr dankbar dafür, dass wir dieses Ziel erreicht haben.

Team Austria

2016 wird ein aufregendes Jahr für das Team Austria – die Weltmeisterschaft im April und die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2018. Was sind deine Ziele für dieses Jahr?

Ich bin auf die Euro Ice Hockey Challenge im Februar 2016 in Innsbruck fokussiert. Es ist sehr wichtig, dass wir dieses Turnier dazu verwenden, eine Grundlage für die Weltmeisterschaft 2016 aufzubauen. Das ist mein einziges Ziel mit dem Team Austria momentan.

Auf das österreichische Nationalteam unter Coach Daniel Ratushny kommt eine aufregende Eishockey-Saison 2016 zu. Neben Vorbereitungsspielen gegen einige Top-Nationen wie Frankreich, Slowakei und Slowenien, geht es vom 22.04. – 29.04.2016 zur Weltmeisterschaft nach Polen, wo die Österreicher um den Wiederaufstieg in die A-Gruppe kämpfen. Weiteres Highlight werden die Qualifikationsspiele für Olympia 2018 in Pyeongchang (Südkorea) sein, wo u.a. gegen Deutschland und Lettland gespielt wird.

 

Partnerschaft ÖEHV & ARCOTEL Hotels

ARCOTEL Hotels ist seit Februar 2015 der offizielle Hotelpartner des österreichischen Eishockeyverbandes (ÖEHV). Im Zuge dessen hat sich eine breite und gelebte Partnerschaft entwickelt. Die Teams des ÖEHV, insbesondere auch das Team der Nationalmannschaft mit Coach Daniel Ratushny, übernachten in den ARCOTEL Hotels bei Länderspielen in Wien, Klagenfurt, Linz und  in Salzburg. Auch für eine wichtige Pressekonferenz wurde das ARCOTEL Kaiserwasser schon genutzt.

 

Über Daniel Ratushny

Seine Trainerlaufbahn begann Ratushny (45) als Assistent an der University of Ottawa in Kanada (2004/05). Richtig ins Trainergeschäft stieg der gebürtige Kanadier ab der Saison 2009/10 ein, als er den EHC Olten in der Schweizer Nationalliga B übernahm. Danach wechselte er zu den Straubing Tigers in die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) und wurde 2012 als Trainer des Jahres ausgezeichnet. Seit Sommer 2014 ist Ratushny Trainer des Team Austria und von EC Red Bull Salzburg, die er 2015 zum Meistertitel führte. Als Spieler für Team Kanada verbuchte der Verteidiger mit Silber bei den Olympischen Winterspielen 1992 und Gold bei der IIHF U20 Weltmeisterschaft 1990 zwei große Erfolge.

 

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